MEYER BURGER (GERMANY) AG

Simulationsbaukasten für Solar Cell-Line Fabs in HJT-Technologie


IST-Analyse

Materialflussplanung

Schulung der Mitarbeiter

Unternehmen

Seit mehr als 20 Jahren bietet die Meyer Burger (Germany) AG (ehem. Roth & Rau AG) Technologien und Fertigungsanlagen für die Beschichtung und Strukturierung von Oberflächen in unterschiedlichen Industrien. Die eingesetzten Verfahren beruhen dabei auf hoch-technischen Plasma- und Ionenstrahl-Technologien. Darüber hinaus bietet Meyer Burger thermische Prozesssysteme, Softwarelösungen für Anlagen- und Produktionsliniensteuerung sowie innovative Systeme für den industriellen Inkjet-Druck. Die Anlagen und Technologien von Meyer Burger kommen in Photovoltaik-, Halbleiter-, Optik-, Batterien-, Automotive- und Bahnindustrie zum Einsatz. Die Meyer Burger (Germany) AG gehört zum weltweit tätigen Technologieunternehmen Meyer Burger Technology Ltd. . Am 01.September 2015 firmierte die Roth & Rau AG zur Meyer Burger (Germany) AG um.



Ausgangssituation

In der Sparte Photovoltaik im Bereich Cell Line bietet Meyer Burger mit der neuen Heterojunction Zelltechnologie (HJT) hohe Wirkungsgrade bei niedrigen Produktionskosten. Eine Kombination aus Einzelanlagen der Prozessschritte Texturierung, PECVD-Beschichtung, PVD-Beschichtung, FingerDruck und Curing in Verbindung mit Automaten zur Qualitätsprüfung und Zwischen



Projektziele

Zur Bestimmung der erreichbaren Produktionsleistung eines Fab-Konzepts mit variablen Parametern sollten Vertrieb und Entwicklung frühzeitig experimentierfähige Simulationsmodelle von Fab und der Einzelanlagen als Werkzeug zur Verfügung stehen. Die beteiligten Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen sollten Einsatzfelder, Anwendung und Grenzen der Simulation in der Software Plant Simulation kennenlernen und in die Lage versetzt werden, die Abstimmung der Einzelanlagen in einem FabKonzept gemeinsam anhand der Materialflussmodelle vorzunehmen.



Umsetzung

Zur Abbildung des Materialflusses in verschiedenen Fab-Ausbaustufen ebenso wie in einzelnen Anlagen wurde zunächst ein strukturierter Simulationsbaukasten mit Modellen der Einzelanlagen erstellt. Damit konnten verschiedene Ausbaustufen vollständiger Fabriksysteme konfiguriert werden. Da sich Einzelanlagen zum Teil noch in der Entwicklung befanden und fortlaufend neue Varianten entstanden, wurden austauschbare Komponentenmodelle in verschiedenen Detaillierungsstufen erstellt. Da die Einzelanlagen über unterschiedliche Verfügbarkeitsraten und Taktzeiten verfügen, waren die zusammengesetzten FabModelle für die experimentelle Abstimmung von Wartungszyklen, Flussregeln und Zwischenpuffern vorzubereiten. Schließlich waren umfangreiche, vergleichende Simulationsläufe mit einer Vielzahl an Modellen und Parametersätzen durchzuführen und auszuwerten. Die Schulung der Mitarbeiter der Meyer Burger (Germany) AG in Software und Methodik erfolgte dabei unmittelbar vor Ort an aktuellen Fragestellungen des laufenden Projekts und angepasst auf die individuellen Vorkenntnisse.



Effekte

Durch das Projekt konnte die Materialflusssimulation als Werkzeug zur Analyse und Synthese komplexer, leistungsfähiger Materialflusssysteme etabliert werden. Für den effizienten Abgleich der Teilverantwortlichen in gemeinsamen Meetings stehen nun lauffähige Vorstudienmodelle bereit, in denen Parametersätze und deren Auswirkungen live binnen weniger Minuten getestet und gemeinsam ausgewertet werden können



Ausblick

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