Grundlegender Berechnungsatz für die Dimensionierung in der Fabrikplanung. Es lassen sich zwei Billanzsätze unterscheiden:

  • 1. Belastungsbilanzen: Sie gehen davon aus, dass das zu installierende Belastungsvermögen des Betriebes, des Bereiches oder einer Anlage gleich oder größer zur erwartenden Belastung sein muss. Belastungsbilanzen werden als Gleichung angegeben. Durch umstellung der Größen inerhalb der Gleichung lassen sich in Abhänigkeit davon, was gegeben ist, bistimmte gesuchte Größen berechnen.
  • 2. Knotenpunktbilanzen: Ein einfacher Gleichgewichtsstand ist die Knotenpunktregel im Materialfluss. In Analogie zur ersten Kirchhoffschen Regel für den verzweigten elektrischen Stromkreis läßt sie ein Knotepunktregel für Stoffströme in Produktionssystemen fomulieren: In einem Knotenpunkt ist Summe der Intensität von Stoffstömen für die zufließenden Ströme gleich derjenigen der abfließenden Ströme. Diese Regel gilt für den diskreten Materialfluss dann, wenn der Bezugszeitraum für die Stoffmenge genügend groß ist. Als ausreichend gilt in jedem Fall das Jahr. Als Knotenpunkt kann ein ganzes System, ein Teilsystem oder ein Element angesehen werden. Eine netzartige Verbindung von Knotenpunkten führt zu Verflechtungmodellen./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995