Die Verordnung über Arbeitsstätten ist nach Zustimmung des Bundestages am 20. März 1975 erlassen worden und trat am 1. Mai 1976 in Kraft. Zusammen mit den Arbeitsstättenrichtlinien stellt die Arbeitsstättenverordnung das bisher letzte Glied der Arbeitsschutzgesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland dar. Sie faßt zahlreiche geltende Einzelvorschriften des Arbeitsstättenrechts zusammen, modernisiert und ergänzt sie mit den neusten Erkenntnissen des Arbeitsschutzes, der Arbeitsmedizin, der Arbeitshygiene und Arbeiswissenschaft. Die Arbeitsstättenverodnung legt allgemeine Anforderungen an Betriebs- und Arbeitsräume fest und schreibt darüber hinaus die Einrichtung besonderer Pausen- und Bereitschaftsliegeräume für körperliche Ausgleichsübung, Sanitärräume usw. vor. Die Arbeisstättenverodnung erfaßt alle Arbeitsstätten, die im Rahmen eines Gewerbe- oder Handelsbetriebes eingerichtet und betrieben werden. Damit ist praktisch die gesamte gewerbliche Wirtschaft erfaßt: Betriebe der Industrie, des Handels und Dinstleistunggewerbes. Sie ist eine der Grundlegenden gesetzlichen Bestimmung, die von der FP einzuhalten sind. Grundsätzlich gilt die Verordnung für alle Arbeitsstätten, seien sie nun vor oder nach dem 1. Mai 1976 erichtet worden. Siet dem Wirksamwerden des Beitritts gilt sie auch in den neuen Bundesländern./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995