Zahnradwerk Leipzig GmbH

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Zahnradwerk Leipzig GmbH

Layoutplanung und Unterstützung der Umzugsplanung

IST-Analyse

Konzepterstellung

Unternehmen

Die NZWL Gruppe ist ein international tätiger Produzent von Motoren- und Getriebeteilen (Zahnrä- der, Synchronisierungen, Wellen), Getriebebaugruppen und komplett montierten Getrieben für die Automobilindustrie. Die NZWL Gruppe hat mehr als 100 Jahre Erfahrung im Getriebebau und produziert in den Standorten Leipzig in Deutschland und Sucany in der Slowakei.

Ausgangssituation

Im Werk Leipzig sind verschiedene Neuanläufe bzw. Ausläufe geplant. Außerdem gibt es Verlagerungen einzelner Bereiche und Maschinen in andere Standorte des Unternehmens. In dem Zusammenhang wird eine Layoutplanung mit einer Umzugsplanung in verschieden Stufen erforderlich.

Projektziele

Ziel ist es Platz für neue Produktionslinien zu schaffen, die für Neuprojekte benötigt werden. Für die Planung sollen die aktuellen Bestandshallen weiterhin benutzt werden. Unter dieser Voraussetzungen sollen verschiedener Layoutvarianten ausgearbeitet werden. Die Vorzugsvariante wird in einem 3D-Modell komplett visualisiert. Die Umzugsplanung soll als Basis der Umsetzungsplanung dienen.

Umsetzung

Im Rahmen des Projektes wurde sich an dem Planungsvorgehen der VDI 5200 Fabrikplanung orientiert:

1. Prozessanalyse:

Im Vorfeld des Projektes wurde eine kurze Datenanalyse der relevanten Eingangsdaten - Betroffene Hallen - Maschinen - Fertigungsabläufe - Mitarbeiteranzahl - Bedarfsflächen erhoben.

2. Konzepterstellung

In einem ersten Schritt wurden die bestehenden Fertigungsprozesse in Zusammenhang der benö- tigten Maschinen betrachtet um den Platzbedarf zu ermittelt in welchen Bereichen der Hallen die bestehende Produktion verlagert werden kann ohne dass die Produktionsprozesse zerrissen werden. Mit dieser Erkenntnis wurden die Zukünftigen Fertigungslinien eingeplant. Der sich daraus ergebende Platzbedarf machte es notwendig, dass für zwei abschließende Fertigungsprozessschritte ein neuer Bereich gefunden werden musste. Dies war möglich ohne den Materialfluss des Prozess zu stören. Der nächste Planungsschritt sah vor eine Möglichkeit zu definieren, die noch undefinierten Fertigungsprozesse in einen anderen Bereich zu integrieren, was bedeutete dass eine Fläche von ca. 1500 m² auf einen Bereich von 730 m² zusammengefügt werden musste.

Effekte

Als Ergebnis des Projektes wurde dem Unternehmen ein Layoutvorschlag vorgestellt der aus drei Abschlusslayouts bestand. Pro Halle eine Vorzugsvariante. Als Effekte konnten wir folgende Ziele erreichen:

1. Eine Zusammenführung der bestehenden Prozesse in eine Halle, was eine bessere, übersichtlichere Materialbereitstellung zur Folge hatte und durch eine Neuanordnung der Maschinen der Materialfluss in dem Bereich gerichtet wurde. Ebenso kann die Produktion durch Neuanschaffungen auf 15% gesteigert werden ohne in den Materialfluss eine Störung hervorzurufen. Durch die optimierte Maschinenanordnung, könnte aus einer bis dato 3 Maschinenmehrbedienung eine 4 Maschinenmehrbedienung umgesetzt werden.

2. Eine Verlagerung der Abschlussprozesse in eine andere bestehende Halle hat die Effekte, dass der Versand entlastet wird, weil Versand und Lagerung dezentral erfolgen kann. Des Weiteren wird die Forderung einer sauberen Montage und Verpackung umgesetzt, da Zerspanende Fertigungsschritte räumlich getrennt sind.

3. Durch die Verlagerung und Neustrukturierung der Arbeitsbereiche in den Bestandshallen, kann mit ersten Umzugsphasen begonnen werden, dass der Platz für Folgeschritte geschaffen wird. So können die Neuprojekte parallel aufgebaut werden.

Ausblick

Auf Grund der vielen Planungsänderung im laufenden Projekt konnte eine detaillierte Umzugsplanung nicht umgesetzt werden. Diese wird somit in einem Folgeprojekt angestrebt sowie deren Begleitung zur Umsetzung. Was Unterstützende Tätigkeiten wie Beschaffung und Koordination von Anpassungen an der technischen Gebäude Ausrüstung impliziert. Des Weiteren wurde die Montagelinie neu Konzipiert, wodurch eine MTM-Analyse eine Qualitäts- und Arbeitsleistungssteigerung zur Folge haben könnte.

Eckdaten

  • Unternehmen
    Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH
    Ostende 5
    04288 Leipzig
  • Branche
    Automobilzulieferer
  • Projektinhalt
    Layoutplanung
  • Projektbearbeiter
    André Gaudich, Daniel Kloss
  • Projektdauer
    09/2015 – 12/2015

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Peggy Näser

0371 / 444 31 60