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EControl-Glas Gmbh & Co. KG

Durchführung einer Prozessanalyse und Entwicklung von Soll-Prozessen

Unternehmen

Die EControl-Glas GmbH & Co. KG fertigt spezielle, dimmbare Gebäudeverglasungen, die in ihrer Licht- und Energiedurchlässigkeit variabel sind. Seit 2009 besteht die EControl-Glas GmbH & Co. KG als eigenständiges Unternehmen im Vogtland.

Ausgangssituation

Die EControl-Glas GmbH & Co. KG plant die Steigerung der Produktivität um etwa 50%. In diesem Zusammenhang sollen neben der flächenmäßigen Produktionserweiterung ebenso mögliche Optimierungsansätze in den bestehenden Prozessen herausgestellt werden. Dazu gehören beispielsweise die Medienbrüche innerhalb der Abwicklung des Auftragsdurchlaufs, aber auch Potenziale in der Materialbedarfsplanung, der Kapazitätsplanung oder der Bestandsführung.

Projektziele

Ziel des Projektes ist es, Potenziale zu erkennen und entsprechende Veränderungen in den Aufbau- und Ablaufstrukturen des Unternehmens abzuleiten. Darauf basierend werden verbesserte Soll-Prozesse erarbeitet und die zu deren Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt.

Umsetzung

Im Rahmen des Projektes wurden folgende Verfahrensschritte durchgeführt:

1. Prozessanalyse
Im ersten Schritt wurden die Ist-Prozesse analysiert. Folgende Bereiche wurden betrachtet:
  • Administration
  • Finanzmanagement
  • Personalmanagement
  • Beschaffung und Einkauf
  • Supply Chain Management
  • Produktion
  • Projektmanagement/Baustellenmanagement
  • Vertrieb und Marketing
  • Geschäftsführung

Den einzelnen Prozessen wurden die verwendeten Systeme, Dokumente, Formulare und Organisationseinheiten zugeordnet. Aus der Analyse konnten Stärken/Schwächen und Potenziale in den Prozessen abgeleitet werden.

2. Festlegung Strategie
In der vorangegangenen Prozessanalyse wurden die Unternehmensprozesse erfasst und gemeinsam auf Optimierungspotenziale untersucht. Das Ziel ist, bisherige Arbeitsabläufe zu optimieren und gemeinsam einen neuen SOLL-Prozess zu definieren, der zukünftig Verbesserungen bringt. Hierbei wurden grundsätzliche Festlegungen getroffen und festgehalten. Die Strategie umfasste die Festlegung der langfristigen Ziele in Bezug auf die Entwicklung der Prozesse, der Unternehmensstrategie sowie die Mittel und Wege zur Erreichung der vereinbarten Ziele. Die Festlegungen setzten die Rahmenbedingungen für die weitere Prozesserarbeitung. Auf der Basis einer IST-Analyse sowie der Bewertung der IST-Prozesse (StärkenSchwächen-Analyse) wurden verbesserte Prozesse definiert. Dazu wurden Vorschläge erarbeitet und mit dem Kunden abgestimmt. Die verbesserten Prozesse stellen die Basis für die Definition von Maßnahmen zur Umsetzung dar.

3. Erstellung einer Maßnahmenliste
Die zur Umsetzung der Soll-Prozesse erforderlichen Maßnahmen wurden definiert und in einer Maßnahmenliste zusammengefasst. Die einzelnen Maßnahmen wurden hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit bewertet.

Effekte

Mittels der durchgeführten Prozessanalyse konnten Stärken und Schwächen der ISTProzesse herausgestellt werden. Hieraus wurden strategische Ziele bzgl. der Prozesse sowie der IT-Lösungen abgeleitet, entsprechende Mittel und Wege als Grobkonzeptvarianten erarbeitet und bewertet. Daraus resultierten wiederum Maßnahmen zur Prozessverbesserung. Durch die Definition von SOLL-Prozessen konnten Medienbrüche zwischen den einzelnen Abteilungen minimiert werden.

Ausblick

Die Erstellung eines Lastenheftes wird für die Einführung eines ERP-Systems genutzt, welches sowohl inner- als auch außerbetriebliche Prozesse definiert. Als weiterführendes Projekt erfolgt die Auswahl eines ERP-Systems und dessen Einführung. Vertiefte Projektziele sind beispielsweise die Einführung von Einzelscheibenidentifikation in der Fertigung, Verschnittoptimierung beim Zuschnitt und die Definition eines Konfigurators zur Scheibenbestellung.

Eckdaten

  • Unternehmen
    EControl-Glas Gmbh & Co. KG
    Otto-Ebert-Straße 8
    08527 Plauen
  • Branche
    Glasverarbeitung
  • Projektinhalt
    Prozessanalyse und Entwicklung von Soll-Prozessen
  • Projektbearbeiter
    Prof. Dr.-Ing. Peggy Näser, Christian Hübner
  • Projektdauer
    Juni 2014 – Februar 2015

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Peggy Näser

0371 / 444 31 60