Borsig ZM Compression

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Borsig ZM Compression GmbH

Layoutoptimierung der Werks- und Lagerbereiche

Unternehmen

Die BORSIG ZM Compression GmbH ist ein kompetenter Entwickler und Hersteller von schweren Kolben- und Turboverdichtern für Prozessgase und von ganzen Verdichteranlagen. Im Werk Meerane sind etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt, wobei der Service der langlebigen Anlagen eine bedeutende Rolle spielt

Ausgangssituation

Die Fertigung und Montage der Baugruppen ist als Werkstattfertigung ausgebildet und durch das historische Wachstum der Firma auf zwei nahe einander liegende Betriebsteile aufgeteilt. Aus Platz- und Kapazitätsgründen wurde kürzlich ein drittes Objekt gebunden, welches als Hauptlager und Zentrum der Zentrallogistik aktiviert werden soll.

Projektziele

Projektziele waren:
  • Materialfluss- und Flächenplanungen in objektiv vergleichbaren Varianten,
  • die Ausgestaltung einer neuen Lagerhalle von der Grob- bis zur Feinplanung und
  • Prozessanalysen und Prozessdokumentation für den Materialfluss.
  • Inhaltlich betroffene Themen: Antransport, Wareneingang, Wareneingangs-QS, Einlagerung (Roh- und Zwischenfertigteile, Fertigteile), Umlagerung, Auslagerung, Kommissionierung, Disposition, Materialfluss zwischen den Arbeitsplätzen sowie von/zur QS, Baugruppenbildung, Zwischenlagerung, Kooperation, Service, Endabnahmen, Kunden- und Zoll-Visiten, Verpackung, Versand, Abtransport, Transporttracking sowie die Produktdokumentation für alle diese Phasen (Datenführung im SAP, mobile Datenerfassung, Protokolle, Zertifikate und Bilder).

Umsetzung

Die allgemeine Vorgehensweise für die Realisierung der Teilprojekte lehnt sich an die VDI 5200 an. Es wurden zunächst die Projektziele detailliert, Grundlagenermittlungen betrieben (Produktionsprogramm, Flächenbedarfe, Gewichte, Fertigungsausrüstung, Hallenlayouts) und in der Grobplanung Konzeptvarianten als Flächenplanung hergestellt. Die Layouts für die Realisierung wurden durch Anpassungen des favorisierten Konzeptes entwickelt, dokumentiert und gleichermaßen ausgewertet. In der Detailplanung wurden spezialisierte Vorgaben erstellt und selbige als Anfragen ausgewählten Anbietern zugesandt.

Die Abbildung und Bewertung der Materialflüsse erfolgte mit Hilfe der Software visTABLEtouch. Aus dieser Abbildung konnten Schlüsse für die materialflussgerechte Layoutgestaltung gezogen werden. Im Anschluss erfolgte die Ausplanung der entsprechenden Lagerbereiche und die Auswahl der erforderlichen Lagertechnik – wiederum in Varianten und unter Beachtung von Angebotspreisen.

Die geplanten Flächen wurden unter Berücksichtigung technologischer Restriktionen, der Materialflüsse sowie unter Beachtung der durch Umbauten zu erwartender Kosten in einem Groblayout angeordnet. Es wurden drei unterschiedliche Varianten erarbeitet. Diese Konzeptvarianten wurden anhand verschiedener Kriterien, wie dem Material, dem Flächenbedarf, der potenziell notwendigen Investitionen und der GesamtWeglängen für einen definierten Zeitraum bewertet.

Im Rahmen der Detailplanung wurden die Lagerhalle, der Lade-/Entladebereich, die Bereiche von Wareneingang, Wareneingangs-QS, Kommissionierung, Service, Luftfrachtlager und QS-MittelLager in 3D modelliert und mehrfach als spontan gesteuerter Durchflug präsentiert.

Die gesamte Prozesslandschaft im Materialfluss – von der Anfahrt der Lieferanten mit Rohmaterial bis zur Abfahrt der Spediteure mit Fertigprodukten wurde in Workshops konzipiert, in Interviews detailliert und mittels Verprobung verifiziert. Die Dokumentation erfolgte in tabellarischer und Prosa-Form, jeweils gleich strukturiert und auch so, dass sich Elemente davon gleichzeitig als Arbeitsanweisung bzw. Arbeitsplatzvorlage eignen. Die tabellarische Form erlaubt die komfortable Arbeitsweise mit den Strukturelementen ausgewählter Prozesse, Abteilungen, Bereiche, Arbeitsmittel oder Daten und mit deren Kombinationen (z.B.: „zeige nur alle Sub-Prozesse der Fertigungslogistik im Prozess der Kommissionierung“ oder „in welchen Teilprozessen wird die SAP-Transaktion MD04 genutzt“).

Effekte

Mit Hilfe von digitalen Werkzeugen haben wir Planungsvarianten abgebildet und sie so für uns und unseren Kunden bewertbar gemacht. Im Ergebnis entstand ein materialflussoptimiertes Layout für zwei Objekte.

Durch die Analyse der Materialflüsse konnten verschiedene Lagervarianten und auch Lagerarten dimensioniert und dann gemeinsam mit unserem Kunden diskutiert werden. Hier kam die 3D-Planung zum Einsatz, um die Varianten noch anschaulicher zu gestalten und besser bewertbar zu machen.

Die Prozessanalysen zeigten Regulierungsbedarfe in einigen Details auf und ermöglichten die Definition von Lösungspotentialen, welche in der Anpassung des ERP-Systems auch eine Verwertung für Spezifikationen und Lastenhefte erfahren sollen.

Ausblick

Im Anschluss an die Planungsleistung soll die Begleitung der teilweisen Umstrukturierung im ERP-Systembereich stattfinden. Die Auswirkungen auf die Prozesslandschaft sollen definiert werden. Die geänderten Prozesse sollen getestet und konzeptionell dokumentiert und in der Langtextfassung als neue Version nachgeführt werden. Diese Versionierung soll gleichzeitig als administrativer Prozess geprägt und gestartet werden.

Eckdaten

  • Unternehmen
    BORSIG ZM Compression GmbH
    Seiferitzer Allee 26
    08393 Meerane
  • Branche
    Maschinenbau
  • Projektinhalt
    Materialfluss- und Flächenplanungen, Prozessanalysen und Prozessdokumentation
  • Projektbearbeiter
    Katrin Pilz, Thomas Adler
  • Projektdauer
    05/2012 - 11/2012

Ihr Ansprechpartner

Peggy Näser

0371 / 444 31 60