Dürr AG
1. September 2016
ACSYS Lasertechnik
1. September 2016
 
Benseler Sachsen GmbH & Co. KG

Titel des Referenzberichtes

MTM-Analyse

Materialflusssimulation

Unternehmen

Seit mehr als 50 Jahren bietet die BENSELER-Firmengruppe Lösungen in den Bereichen Beschichtung, Oberflächenveredelung, Entgratung und Formgebung von Serienteilen. Neben verschiedenen Entgratmethoden bietet BENSELER im Standort Frankenberg auch die Elektrochemische Metallbearbeitung (ECM) in Großserien für die Automobilindustrie oder Medizintechnik an. Entwicklungsdienstleistungen in diesem Bereich ergänzen das Portfolio.

Projektziele

Ziel des Projektes war die Überprüfung des Verhaltens und der Produktivität der Gesamtanlage (Roboter + Handarbeitsplätze) im Anschluss an die KTL-Anlage. Dazu sollen einerseits mit Hilfe der MTM-Analyse genaue Zeitdaten als Basis für die Simulation ermittelt werden. Andererseits sollen mit Hilfe der Simulation verschiedene Verhalten (Szenarien) abgebildet und hinsichtlich ihrer Kenngrößen (z.B. Auslastung, Durchsatz) untersucht werden.

Umsetzung

Die Vorgehensweise wurde in 2 Hauptbereiche aufgeteilt:

1. MTM-Analyse

Die MTM-Analyse erfolgt nach folgendem Vorgehen:
Arbeitssystembeschreibung: Dabei wird der Prozess im Arbeitssystem detailliert aufgenommen und in die einzelnen Schritte an den verschiedenen Anlagen und Arbeitsplätzen zerlegt. Gleichzeitig werden die Häufigkeiten der einzelnen Prozessabschnitte analysiert. Mit Hilfe von „Spaghettidiagrammen“ werden die Laufwege der Mitarbeiter analysiert, die der MTM-Analyse zugrunde gelegt werden. Basis sind die Prozesse im Pilotbereich oder anderweitig vorgegebene Arbeitsprozesse. Auswahl der Zeitbausteine: Entsprechend des analysierten Prozesses werden die geeigneten Zeitbausteine aus dem MTM-Bausteinkasten ausgewählt. Zeitbestimmung: Anhand der Zeitbausteine und der Beschreibung des Arbeitssystems wird der Zeitaufwand für die einzelnen Tätigkeiten bestimmt. Anhand der MTM-Analyse können Optimierungspotenziale erkannt und die Auslastung der einzelnen Mitarbeiter bewertet werden.

2. Materialflusssimulation

Für die Simulation wird folgendermaßen vorgegangen:
Workshop zur Klärung des Simulationsmodells: Als erster Schritt findet ein Workshop zur Klärung folgender Fragen statt:
  • Welche Objekte sind im Simulationsmodell abzubilden?
  • Welche Parameter (Bearbeitungszeiten usw.) sind den einzelnen Objekten zu hinterlegen?
  • Welches Verhaltensregeln/Steuerungskonzepte existieren für die einzelnen Objekte?
  • Welche Szenarien sollen simuliert werden?
  • Welche Auswertungen sollen angezeigt werden?
  • Welche Simulationsergebnisse werden erwartet?

Unter Berücksichtigung des zeitlichen Budgets wird ein entsprechendes Konzept entwickelt, Szenarien, Auswertungen und Ergebnisse festgelegt. Konzeption des Simulationsmodells: Das Konzept des Simulationsmodells baut auf der Arbeitssystembeschreibung auf. Darüber hinaus sind die Parameter der einzelnen Stationen festzulegen. Zusätzlich werden mit den Projektbeteiligten die im Simulationsmodell abzubildenden Szenarien und deren Kenngrößen festgelegt. Erstellung des Simulationsmodells: Entsprechend der getroffenen Ansprachen erfolgt die Erstellung des Simulationsmodells. Simulationsläufe/Auswertung: Mit Hilfe des Modells werden die verschiedenen Simulationsszenarien abgebildet und Simulationsläufe durchgeführt. Für jeden der Simulationsläufe werden entsprechende Auswertungen erstellt. Diese werden in einer Gesamtauswertung zusammengestellt. Systemoptimierung: Mit Hilfe der Simulation werden Optimierungsansätze ermittelt. Nach Entscheidung im Projektteam ist das Simulationsmodell ggf. anzupassen und es sind neue Simulationsläufe durchzuführen.

Eckdaten

  • Unternehmen
    Benseler Sachsen GmbH & Co. KG
    Chemnitzer Straße 61B
    09669 Frankenberg/Sa.
  • Branche
    Metallverarbeitung
  • Projektinhalt
    Materialflussimulation
  • Projektbearbeiter
    Prof. Dr. Peggy Näser
  • Projektdauer
    04/2013 - 08/2013

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Peggy Näser

0371 / 444 31 60