Alles auf einen Blick

Glossar

A
  • ABC-Analyse - Analyseverfahren, bei dem die Einzelwerte eines Parameters in fallender Folge graphisch aufgetragen und in (meistens) drei Gruppen (A,B,C) unterteilt werden;spezielles Rangreihenfolgeverfahren. In der FP meist für Analyse des Produktionsprogramms benutzt mit den Parametern Produktionsmenge, Umsatz, Zeitaufwand usw.je Produkt. Die Ergebnisse der ABC-Analyse werden für die Breichsbildung, die räumliche Strukturierung, die Planungstiefe u.a. ausgewertet./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Ablauforganisation - Teilgebiet der Organisation, das sich mit dem Ablauf von Prozessen in Systemen und ihrerzeitlichen Struktur beschäftigt. Beispiele: Durchlauf von Fertigungsaufträgen, Just-in-time Materialanlieferung, Produktionsplanung und -steuerung einer Montage. Die FP baut auf Dokumenten der Ablaufplanung auf und schafft andererseits Bedingungen und Voraussetzungen für die Steuerung des Ablaufs im künftigen Produktionssystem. Das eigentliche Arbeitsfeld der FP ist das Komplent, die Aufbauorganisation./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Ablaufstruktur - Zeitliche Struktur von Prozessen, die durch die Ablauforganisation entsteht/Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Abstandsfläche - Bauordnungsrechtliche Bauverbotsfläche, durch Bauordnungen der Länder geregelt. Abstandsflächen sind jene Flächen vor den Außenwänden von Gebäuden, die von oberirdischen Gebäuden und anderen baulichen Anlagen, die in ihren Wirkungen Gebäuden gleichzustellen sind, freigehalten werden müssen. /VDI 5200, Blatt 1/
  • Analyse - Planungsaktivität, der Systemsynthese vorauslaufend, umfasst: Zerlegung des betrachteten Produktionssystems in Elemente, Prozesse und Relationen der Struktur. Erfassung und Verdichtung der technologisch-organisatorischen,arbeitswissenschaftlichen, betriebswissenschaftlich und sonstigen Parameter des Produktionssystems sowie der Randstrukturzwischen System und Umgebung. Interpretation und Bewertung der Analysenergebnisse verallgemeinerte Aussagen über Funktion, Elementmenge und Struktur des Produkttionsystems sowie über Zustand, Verhalten und über Schwachstellen und Reserven./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Arbeitsplätze sind Bereiche von Arbeitsstätten, in denen sich Beschäftigte bei der von ihnen auszuübenden Tätigkeit regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder im Verlauf der täglichen Arbeitszeit nicht nur kurzfristig aufhalten müssen. /Verordnung über Arbeitsstätten, § 2- Begriffsbestimmungen/
  • Arbeitsräume sind die Räume, in denen Arbeitsplätze innerhalb von Gebäuden dauerhaft eingerichtet sind. /Verordnung über Arbeitsstätten, § 2- Begriffsbestimmungen/
  • Arbeitsstätten sind: 1. Orte in Gebäuden oder im Freien, die sich auf dem Gelände eines Betriebes oder einer Baustelle befinden und die zur Nutzung für Arbeitsplätze vorgesehen sind, 2. andere Orte in Gebäuden oder im Freien, die sich auf dem Gelände eines Betriebes oder einer Baustelle befinden und zu denen Beschäftigte im Rahmen ihrer Arbeit Zugang haben. /Verordnung über Arbeitsstätten, § 2- Begriffsbestimmungen/
  • Arbeitsstättenverordnung - Die Verordnung über Arbeitsstätten ist nach Zustimmung des Bundestages am 20. März 1975 erlassen worden und trat am 1. Mai 1976 in Kraft. Zusammen mit den Arbeitsstättenrichtlinien stellt die Arbeitsstättenverordnung das bisher letzte Glied der Arbeitsschutzgesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland dar. Sie faßt zahlreiche geltende Einzelvorschriften des Arbeitsstättenrechts zusammen, modernisiert und ergänzt sie mit den neusten Erkenntnissen des Arbeitsschutzes, der Arbeitsmedizin, der Arbeitshygiene und Arbeiswissenschaft. Die Arbeitsstättenverodnung legt allgemeine Anforderungen an Betriebs- und Arbeitsräume fest und schreibt darüber hinaus die Einrichtung besonderer Pausen- und Bereitschaftsliegeräume für körperliche Ausgleichsübung, Sanitärräume usw. vor. Die Arbeisstättenverodnung erfaßt alle Arbeitsstätten, die im Rahmen eines Gewerbe- oder Handelsbetriebes eingerichtet und betrieben werden. Damit ist praktisch die gesamte gewerbliche Wirtschaft erfaßt: Betriebe der Industrie, des Handels und Dinstleistunggewerbes. Sie ist eine der Grundlegenden gesetzlichen Bestimmung, die von der FP einzuhalten sind. Grundsätzlich gilt die Verordnung für alle Arbeitsstätten, seien sie nun vor oder nach dem 1. Mai 1976 erichtet worden. Siet dem Wirksamwerden des Beitritts gilt sie auch in den neuen Bundesländern./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Aufbauorganisation - Teilgebiet der Organisation, das sich mit dem Aufbau von Systemen, ihrer Dimension und räumlichen Struktur beschäftigt.Aus organisatorischer Sicht ist das Arbeitsfeld der FP vor allem Aufbauorganisation. ImWechselspiel der Planung baut sie einerseits auf Ergebnissen des Komplements der Ablaufplanung auf, andererseits schafft die Voraussetzung und Bedingungfür die Ablauforganisation./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Auslastungsgrad - eines Betriebsmittels ist das Verhältnis der Nutzungszeit eines Betriebsmittels zu seiner zeitlichen Kapazität. Bei der Bestimmung der Anzahl der Ausrüstungen ergibt sich auf dem Berechnungwege oft eine gebrochene Zahl, die auf eine ganze aufzurunden ist. In diesem Falle ergibt sich der Auslastungsgrad aus dem Verhältnis der gebrochenen zur ganzen Ausrüstungzahl. Dabei handelt es sich um eine nährungsweise Vorausberechnung des zukünftigen Auslastungsgrades/Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Ausstoßrate an Material, Werkstücken, Baugruppen usw. ist die Menge,die einen bestimmten Zeitraum, einen bestimmten Teil des Betriebes verläßt./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Abbildungsgenauigkeit - Grad der Realitätstreue des Modells /VDI 3633 Entwurf/
  • Die Ablaufstruktur ist eine Beschreibung des Modellverhaltens über die logischen Verknüpfungen der Modellelemente. /Entwurf VDI 3633/
  • Die Abstraktion ist ein Verfahren zur Reduzierung der Komplexität eines Problems durch Trennung der für bestimmte Aspekte der Problemlösung wichtigen und unwichtigen Details des Problems. /Entwurf VDI 3633/
  • Aktive Quelle - Quelle, die Objekte ohne Anforderung in das betrachtete Teilsystem einschleust unter Beachtung von Ablaufregeln (Bringprinzip). /Entwurf VDI 3633/
  • Aktive Senke ist eine Senke, die ohne Anforderung Objekte aus dem betrachteten Teilsystem unter Beachtung von Ablaufregeln herausschleust. /Entwurf VDI 3633/ Aktivität ist ein Zeitverbrauchender Vorgang, der von einem Anfangs- und einem Endereignis begrenzt wird undzu einem Zustandsübergang führt. /Entwurf VDI 3633/
  • Die aktivitätsorientierte Simulation ist eine Diskrete Simulation, bei der eine Zustandsänderung durch eine Eintrittsbedingung und die Dauer bestimmt wird; die Reihenfolge der Ereignisse ergibt sich implizit daraus. /Entwurf VDI 3633/
  • Animation - Erzeugung und Präsentation von Bildfolgen, in denen Änderungen (z. B. Zustandsänderungen und Bewegungen von Modellelementen) einen visuellen Effekt bedingen. /Entwurf VDI 3633/
  • Animationsmodell - Grafische Repräsentation eines geplanten oder realen Systems zum Zwecke der Animation. /Entwurf VDI 3633/
  • Anwenderdefinierter Baustein - Vom Anwender selbst erstellter Baustein, beispielsweise durch Verknüpfung mehrerer anwenderdefinierter oder vorkonfigurierter Bausteine. /Entwurf VDI 3633/
  • Attribut Eigenschaft eines Modellelements.
  • Eine Aufbaustruktur ist eine Beschreibung des Aufbaus eines konkreten Modells durch die Untergliederung in seine Elemente und durch die Beziehung zwischen diesen Modellelementen. /Entwurf VDI 3633/
  • Die Ausgangsgröße ist eine Größe, die zunächst dem System zugeführt und nach dem Übertragungsverhalten des Systems ausgegeben wird. /Entwurf VDI 3633/
  • Automat - Mathematisches Modell eines Geräts, das zu einer Eingabe ein bestimmtes Ergebnis ausgibt und hierfür Informationen verarbeitet. /VDI 3633 Entwurf/
B
  • Baumassenzahl - Ein Maß der baulichen Nutzung im Bebauungsverordnung. Die Baumassenzahl gibt an, wieviel Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter Grunstücksfläche zulässig sind./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Baumdiagramm - eine zusammenhängende und geordnete Übersicht über alle wichtigen Maßnahmen zur Lösung eines Problems
  • Baustein - Modellelement mit einer eigenen internen Ablauflogik./VDI 3633 Entwurf/
  • Bausteinorientierte Modellierungsphilosophie - Modellierung mithilfe vorkonfigurierter Standardmodellelemente, die vom Anwender miteinander verknüpft, parametrisiert und gegebenenfalls auch verändert werden können. /VDI 3633 Entwurf/
  • Batch-Funktion - Art und Weise, in der eine Rechenanlage Programme in einem Stapel angeordnet nacheinander bearbeitet. /VDI 3633 Entwurf/
  • Bebauungsplan - Ensteht im Prozess der Bauplanleitung. Er enthält die rechtsverbindlichen Fesetsetzung für die städtebauliche Ordnung. Bebauungspläne sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Der Bebauungsplan für ein bestimmtes Gemeindegebiet ist die wichtigste städtebauliche Rahmenbesetzung für die FP, die in diesem Gebiet die Errichtung eines Prosuktionsbetriebes vorbereitet./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Belastungszeit - Gesamtfertigungsaufwand in einem Zeitraum, der auf einem Betriebsmittel zu bewältigen ist. Entspricht der Summe aller Durchführungszeiten./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Benutzeroberfläche - Schnittstelle zwischen Programm und Anwender zur Eingabe von Daten zur Modellerstellung, Experimentdurchführung und zur Ausgabe von Ergebnissen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Bestand - an Material, Werkstücken, Baugruppen usw. ist die zu einem bestimmten Zeipunkt vorhandene Menge in einem bestimmten Teil des Betriebes./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Betriebskennlinie - Darstellung der Leistung (Auslastung) und der Durchlaufzeit in Abhängigkeit von dem Bestand./VDI 3633 Entwurf/
  • Betrieb - Wirtschaftende Einheit, deren Aufgabe die Erstellung und Verwertung von Gütern und Diensten zur Bedürfnisbefriedigung Außenstehender ist. Eine Stätte der planvollen und zielgerichteten Leistungserstellung und Leistungsverwertung durch gesteuertes Zusammenwirken von Produktionsfaktoren. Der Begriff wird insbesondere dann verwendt, wenn der betriebswirtschaftliche Aspekt im Vordergrund steht./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Betriebsdaten - Größen die Produktionsprozess hinsichtlich Mengen, Zeiten und Orten beschreiben. In der Betriebspraxis werden darunter detailliert Angaben über Mengen, Zeiten und Orte des Produktionsprozesses verstanden. In der FP werden Betriebsdaten für künftige Fabriken als Basis für Dimensionierung und Strukturierung bestimmt. Dabei kann es sich in Abhängigkeit von der Planungphase um pauschaliete, aggregierte oder detaillierte Betriebsdaten handeln./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Betriebsdatenerfassung - Methodik, Verfahren und Technick der Aufnahme von Betriebsdaten am Ort ihres entstehens. Darunter Daten der Erzeugnisse, der fertigungsaufträge, der Maschinen und Anlagen sowie Vorichtungen, Werkzeugen und Prüfmitteln. Erfaßt werden Zustande, Orte und Zeitpunkte. Die Datenaufnahme kann automatisch mittels Sensor an Betriebsmittel und/oder durch Betriebspersonal an Dateneingabestationen erfolgen. Die Betriebsdatenerfassung liefert Informationen für die Produktplanung und -steuerung./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Betriebsmittel - Als Klasse von Produktionsfaktoren alle materielen Güter, die für die Erzeugung von Produkten benötigt werden. Hierzu zählen insbesondere Maschinen, Anlagen, Aggregate, Ausrüstungen, Vorrichtungen, Prüfmittel, Gebäude, bäuliche Anlagen und Grundstücke. Zu den Betriebsmittel werden auch Betriebsstoffe, die stofflich nicht als Produkt eingehen gezählt./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Bilanzsatz - Grundlegender Berechnungsatz für die Dimensionierung in der Fabrikplanung. Es lassen sich zwei Billanzsätze unterscheiden:
    • 1. Belastungsbilanzen: Sie gehen davon aus, dass das zu installierende Belastungsvermögen des Betriebes, des Bereiches oder einer Anlage gleich oder größer zur erwartenden Belastung sein muss. Belastungsbilanzen werden als Gleichung angegeben. Durch umstellung der Größen inerhalb der Gleichung lassen sich in Abhänigkeit davon, was gegeben ist, bistimmte gesuchte Größen berechnen.
    • 2. Knotenpunktbilanzen: Ein einfacher Gleichgewichtsstand ist die Knotenpunktregel im Materialfluss. In Analogie zur ersten Kirchhoffschen Regel für den verzweigten elektrischen Stromkreis läßt sie ein Knotepunktregel für Stoffströme in Produktionssystemen fomulieren: In einem Knotenpunkt ist Summe der Intensität von Stoffstömen für die zufließenden Ströme gleich derjenigen der abfließenden Ströme. Diese Regel gilt für den diskreten Materialfluss dann, wenn der Bezugszeitraum für die Stoffmenge genügend groß ist. Als ausreichend gilt in jedem Fall das Jahr. Als Knotenpunkt kann ein ganzes System, ein Teilsystem oder ein Element angesehen werden. Eine netzartige Verbindung von Knotenpunkten führt zu Verflechtungmodellen./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Black Box - Modell, in dem eine Übergangsfunktion aufgrund der Einwirkungen auf das System (Input) die Rückwirkungen des Systems auf die Umgebung (Output) bestimmt./VDI 3633 Entwurf/
  • Blockdiagramm (Blockschaltbild) Darstellungsart der Struktur von Systemen mithilfe von miteinander verbundenen Elementen. /Entwurf VDI 3633/
  • Bottom-up-Ansatz - Vorgehensweise der schrittweisen Abstraktion. /Entwurf VDI 3633/
  • Brachzeit - für ein Betriebs mittel ist die in einem besimmten Zeitraum kumulierte Leerzeit der Maschine. Die Brachzeit ist eine nutzlose Größe des Zeitverbrauchs./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Brandabschnitt - Räume die in ausgedehnten Gebäuden, die aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes in der Bauart von Brandwänden unterteilt werden. Branabschnitte sind in allen Gebäuden im Abstand von höchstens 40m zu bilden; damit beträgt die höchstzulässige Brtandabschnittsgröße 1600 Quadratmeter. Bei der FP sind die sich aus Anlagengrößen und dem Produktionsprozess erforderlichen Raumgrößen mit den Brandabschnittsgrößen abzustimmen. Werden die höchstzulässigen Brandabschnitte von 1600 Quadratmeter in ausgedehnten Produktionsgebäuden aus betrieblichen Gründen überschritten, sind die vergrößerten Brandabschnitte in sogenannte Brandbekämpfungsabschnitte zu unterteilen. Die Brandbekämpfungsabschnitte können die zulässige Größe eines Brandabschnittes nach BauO bei geringen Brandbelastungen und/oder der Ausstattung des Produktionsgebäudes mit einer geeigneten und über Räume gleichmäßig wirkenden selbsttätigen Feuerlöschanlage überschreiten./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Brandlast - in einem Gebäudeteil ergibt sich aus der Art, Menge, Ladungsdichte sowie der Kombination der brennbaren Stoffe. In die Berechnung der Brandbelastung gehen die Masse, der Heizwert, der Abbrandfaktor, ein Kombinationsfaktor sowie die Fläche des belastenden Gebäudeabschnitts ein.
  • Brandschutzklasse - Einstufung von Gebäuden oder Gebäudeteilen nach der Feuerwiederstandsklasse ihrer Bauteile.
  • Brandwand - Geschlossene Gebäudewände Gebäudeabschlusswände und Trennwände die aus Gründe des vorbeugenden Brandschutzes die Ausbreitung die Ausbreitung von Feuer und Rauch innerhalb größerer Gebäude und von Gebäude zu Gebäude verhindern sollen. Brandwände werden zur Bildung von Brandabschnitten eingesetzt./Schmigalla, H.: Fabrikplanung, 1995
  • Brutto-Grundfläche (BGF) - Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks mit Nutzungen nach DIN 277-2:2005-02, Tabelle 1, Nr 1 bis Nr 9, und deren konstruktive Umschließungen. Nicht zur Brutto-Grundfläche gehören Flächen, die ausschließlich der Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Baukonstruktionen und technischen Anlagen dienen, z. B. nicht nutzbare Dachflächen, fest installierte Dachleitern und -stege, W artungsstege in abgehängten Decken. Die Brutto-Grundfläche gliedert sich in Netto-Grundfläche und Konstruktions-Grundfläche. /DIN 277-1:2005-02/
  • Brutto-Rauminhalt (BRI) - Summe der Rauminhalte des Bauwerks über Brutto-Grundflächen. Der Brutto-Rauminhalt wird von den äußeren Begrenzungsflächen der konstruktiven Bauwerkssohle, der Außenwände und der Dächer einschließlich Dachgauben und Dachoberlichtern umschlossen. Nicht zum Brutto-Rauminhalt gehören die Rauminhalte von:
    • Tief- und Flachgründungen,
    • Lichtschächten,
    • Außentreppen,
    • Außenrampen,
    • Eingangsüberdachungen,
    • Dachüberständen (soweit sie nicht Überdeckungen für Bereich b nach 4.1.2 darstellen),
    • auskragenden Sonnenschutzanlagen,
    • über den Dachbelag aufgehenden Schornsteinköpfen,Lüftungsrohren und -schächten. /DIN 277-1:2005-02/
C
  • CAD - engl. computer aided design, zu deutsch computergestütztes Konstruieren.
  • Change Management - eine geplante Veränderung auf der Basis bewusst getroffener Entscheidungen anstelle eines ungeplanten Wechsels
  • Compiler - Übersetzungsprogramm, das eine Programmiersprache A (Quellecode, Quellprogramm) in eine andere Sprache B (Zielprogramm) übersetzt. /Entwurf VDI 3633/
  • Computeranimation - Technik zur synthetischen Erzeugung von bewegten und belebten Bildern mithilfe des Rechners und geeigneter Programme. /Entwurf VDI 3633/
  • CSG-Modell - CAD-Vollkörpervolumenmodell zur Erzeugung von komplexen Oberflächen und Körpern. /Entwurf VDI 3633/
D
  • 3-D-Kinematiksimulation - Grafische Darstellung und rechnerische Analyse der Bewegungen kinematischer Ketten, z. B. von Robotern. /VDI 3633 Entwurf/
  • Daten - Daten werden unterschieden in: Systemdaten (Systemlastdaten, Organisatorische Daten, Technische Daten) Modelldaten (Eingabedaten, Experimentdaten, interne Modelldaten, Simulationsergebnisdaten) /Entwurf VDI 3633/
  • Die Digitale Fabrik ist der Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen – u. a. der Simulation und der dreidimensionalen Visualisierung – , die durch ein durchgängiges Datenmanagement integriert werden. Ihr Ziel ist die ganzheitliche Planung, Evaluierung und laufende Verbesserung aller wesentlichen Strukturen, Prozesse und Ressourcen der realen Fabrik in Verbindung mit dem Produkt. / VDI 4499 Blatt 1/
  • Dimensionierung - Gesamtheit der Planungsaktivitäten, die zu Aussagen über die Elementmenge eines Produktionssystems führen. Umfaßt die Elementwahl und die Anzahlbestimmung. Die Dimensionierung schafft Vorrausetzung für Investitionsentscheidungen und für Bestellungen, Beschaffungen, Grundstückskäufe usw.
  • Durchführungszeit - Zeit für Rüsten und Bearbeiten eines Auftrages. Teil der Durchlaufzeit, wenn man die Zeitdauer betrachtet; Teil der Belastungszeit eines Betriebsmittels, wenn man den Zeitaufwand auf einem Betriebsmittel betrachtet.
  • Durchlaufzeit - Zeitdauer zwischen dem Zeitpunkt der Eingabe eines Auftrages in den Fertig und Zeitpunkt des Ausstoßes aus der Fertigung. Die Durchlaufzeit setz sich zusammen aus den Durchführungszeiten und den Übergangszeiten.
  • Datenaufbereitung - Selektieren, Sortieren und Formatieren von Modelleingangsdaten und – insbesondere von Simulationsergebnisdaten – deren Verdichtung und interpretationsgerechte Darstellung./Entwurf VDI 3633/
  • Datenbasis - Summe aller für die Simulation verfügbaren und erforderlichen Systemdaten. /Entwurf VDI 3633/
  • Datenqualität - Eigenschaft der Korrektheit (hierzu zählt beispielsweise Plausibilität, Konsistenz, Aktualität) und Eignung (z. B. Relevanz und Granularität) der Daten zur Verwendung für die Aufgabenstellung. /VDI 3633 Entwurf/
  • Datenstruktur - Zusammenfassung von Wertebereichen und Operationen zu einer Einheit. /VDI 3633 Entwurf/
  • Datenverwaltung - Organisation der simulationsrelevanten Daten, wie Eingabe-, Zustands-, Simulationsergebnis- und Experimentdaten, um einen einfachen und effizienten Zugriff zu ermöglichen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Detaillierung - Erhöhung der Genauigkeit des Modells. /VDI 3633 Entwurf/
  • Detaillierungsgrad - Maß für die Abbildungsgenauigkeit bei der Umsetzung des Systems in ein Modell. /VDI 3633 Entwurf/
  • Diagnosesystem - System, das dem Anwender während der laufenden Simulation konkrete Hilfestellungen bei der Schwachstellensuche und der Entscheidungsfindung liefert./VDI 3633 Entwurf/
  • Diskrete Simulation - Simulationsmethode, die davon ausgeht, dass sich der Modellzustand durch Ereignisse sprunghaft zu diskreten Zeitpunkten ändert. /VDI 3633 Entwurf/
E
  • Erschließung - eines Grundstückes umfaßt seine Anbindung an das öffentliche Straßennetz sowie seine technische Ver- und Entsorgung. Die Bebaubarkeit eines Grundstückes setz stets seine Erschließung voraus.
  • Echtzeitsimulation - Simulation, bei der die Simulationszeit der Realzeit entsprechend fortschreitet. Beispiel: Verwendung bei Flugsimulatoren /VDI 3633 Entwurf/
  • Einflussgröße - Größe, deren Wert die Zielgröße(n) des Modells beeinflusst. /VDI 3633 Entwurf/
  • Eingabedaten - Zum Modellaufbau und zur Experimentdurchführung erforderliche Daten, die sich aus den Systemdaten ableiten lassen./VDI 3633 Entwurf/
  • Einschwingphase - Phase des Modellverhaltens, vom Simulationsstartzeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt ab dem der Mittelwert der Beobachtungen dem Erwartungswert für unendlich viele Beobachtungen entspricht. /VDI 3633 Entwurf/
  • Entscheidungstabelle - Tabelle, die angibt, unter welchen Bedingungen welche Handlungsalternative ausgewählt wird, und die der Formulierung von Entscheidungen dient. /Entwurf VDI 3633/
  • Ereignis - Atomare Begebenheit, die eine Zustandsänderung bewirkt (Zustand) und keine Zeit verbraucht./Entwurf VDI 3633/
  • Ereignisorientierte Simulation - Diskrete Simulation, bei der der Eintrittszeitpunkt der Ereignisse durch die Ereignisse selbst festgelegt wird. /Entwurf VDI 3633/
  • Ereignisauswertung - Auswertung, die durch Datenaufbereitung, Ergebnisinterpretation und Bewertung von Varianten erfolgt. /Entwurf VDI 3633/
  • Ergebnisbewertung - Bewertung auf Grundlage der Simulationsergebnisse um zu ermitteln, inwieweit die alternativen Modellvarianten die einzelnen Ziele (z. B. geringe Durchlaufzeiten, hohe Auslastung) erreichen. /Entwurf VDI 3633/
  • Ergebnisinterpretation - Erklärung der aufbereiteten Ergebnisdaten, indem die Ergebnisse mit den Einflussgrößen in Beziehung gesetzt werden. /VDI 3633 Entwurf/
  • Erkenntnisprozess - Verfahren zur Gewinnung von Erkenntnissen mitdessen Hilfe durch Systemanalyse und Abstraktion von einem System ein Modell gebildet werden kann. /VDI 3633 Entwurf/
  • Experimentdaten - Daten eines Experiments und der dazugehörigen Simulationsläufe inklusive
    • der Anzahl der Simulationsläufe,
    • des jeweiligen Simulationszeitraum,
    • der Kenngrößen der Zufallszahlengeneratoren und
    • der zu verändernden Parameter des Modells./VDI 3633 Entwurf/
  • Experimentierbares Modell - Ablauffähiges Computermodell, das aus dem gedanklichen Modell entstand und mit dem Experimente durchgeführt werden können. /VDI 3633 Entwurf/
  • Experimentplan - Systematischer Plan zur Ausführung einer Menge von Simulationsläufen mit unterschiedlichen Anfangszuständen und Parametereinstellungen zur effizienten Untersuchung des Modellverhaltens. /VDI 3633 Entwurf/
  • Experimentplanung - Planung zur Reduktion der Anzahl der Simulationsexperimente und -läufe auf das erforderliche Maß, ohne die Anforderungen der Statistik an die Datenqualität und -quantität zu verletzen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Expertensystem - Programmsystem, das auf der Basis einer großen Menge von Fakten und Regeln eines Fachgebiets („Expertenwissen“) bei konkreten Problemstellungen aus dem „Wissen“ Schlussfolgerungen zieht und Lösungen anbietet./VDI 3633 Entwurf/
F
  • Fabrik - Ort, an dem Wertschöpfung durch arbeitsteilige Produktion industrieller Güter unter Einsatz von Produktionsfaktoren stattfindet. /VDI 5200 Blatt 1/
  • Fabrikplanung ist der systematische, zielorientierte, in aufeinander aufbauende Phasen strukturierte und unter Zuhilfenahme von Methoden und Werkzeugen durchgeführte Prozess zur Planung einer Fabrik von der Zielfestlegung bis zum Hochlauf der Produktion. /VDI 5200, Bl. 1, 2009/
  • Fabrikstruktur Glieder und der Fabrik in Bereiche und deren innerbetriebliches Beziehungsgefüge. Die Gliederung der Fabrik unterliegttechnischen, produktionstechnischen, produktionsorganisatorischen und Gesichtspunkten der Führungorganisation. Einen nachhaltigen Einfluss übt die Unternehmenssegmentierung aus. Gegenwärtig verfolgt man das Ziel, die Vertikale Gliederung für den Gesamtbereich aufzugeben und sie durch eine horizontale Gliederung nach Geschäftsbereichen tu ersetzten.
  • Feuerwiderstandsklasse Einstufung von Bauteilen für Gebäude nach ihrer Funktion, der Brennbarkeit und der Feuerwiederstandsdauer.
  • Die Flexibilität ist die Eigenschaft eines in bestimmten zeitlichen Grenzen als konstant betrachteten Produktionssystems mit sich verändernden Anforderungen aus Teilprogramm und technologischen Prozeß ohne Veränderung von Elementmenge und Struktur anpassen zu können. Ein Maß für Flexibilität ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich das Produktionssystem ohne Veränderung anpassen kann.
  • First-in-First-out (FiFo) - Waren, welche als erstes eingelagert wurden, werden auch wieder zuerst entnommen wie bspw. im Lebensmittelhandel. Hierfür gibt es in der Produktion sogennante FiFo Regale, die von der einen Seite bestückt und von der anderen entnommen werden.
  • Flussprinzip - Der Produktionsfortschritt an einem Produkt wird bei diesem Prinzip nicht durch geplante (Zwischen-)Puffer unterbrochen. Nach Beendigung eines Fertigungsschrittes erfolgt unmittelbar, gegebenenfalls lediglich durch eine Transportfunktion unterstützt, der nächste Fertigungsschritt. / VDI 4401/
  • Ein Flusssystem besteht aus der gesamten Folge aller in einem Fluss durch den Flussgegenstand verknüpfenden technischen Einrichtungen. /Wirth, 1989/
  • Flusssystemelemente sind jene technischen Einrichtungen, die Operationen bzw. Operationsfolgen zur Erfüllung einer oder mehrerer Grund- und Einzelfunktionen gleicher oder verschiedener Flusssysteme ausführen. /Wirth, 1989/
G
  • Gebäude - Architektonisch-räumlich geschlossener Produktionsbereich mit definierten, nicht unbedingt abgeschlossenen Produktionsaufgaben; also die einzelne Fabrik im engeren Sinn. Ein Gebäude kann mehrere Segmente bzw. ein Segment oder mehrere Teilsegmente enthalten. /VDI 5200, Blatt 1/
  • Grundflächenzahl - Ein Maß der baulichen Nutzung im Bebauungsplan entsprechend Baunutzungsverordnung. Die Grundflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Sie darf in Gewerbe- und Industriegebieten maximal 0,8 betragen.
  • Gruppenarbeit - Arbeitsorganisatorisches Prinzip, das jahrzehntelang als produktivste Arbeitsorganisation angesehene strenge Arbeitsteilung überwindet und unifunktionelle Arbeitsplätze am Fließband durch multifunktionale Arbeitsplätze in einer Gruppe ersetzt. Den Gruppen wird ein bestimmter Arbeitsumfang zugeordnet, dessen Bewältigung Sache der Gruppe ist. Die 8 bis 15 Gruppenmitglieder wählen aus ihrer Mitte einen Sprecher, der Gruppenbesprechungen leitet. Über den Gruppensprecher kann sich die Gruppe an die Planungsabteilung wenden und einen Ingenieur zum Fachgespräch bestellen. Gruppenarbeit ist gekenzeichnet durch Überwindung der Monotonie, gesteigerte Motivation, Mitgestaltung der eigenen Arbeit und Herstellung produktiver Beziehungen zwischen Planenden und Ausführenden
  • Geschäftsprozess - Zusammengehörende Abfolge von unternehmensbezogenen Vorgängen zum Zweck der Leistungserstellung. /VDI 3633 Entwurf/
  • Geschäftsprozessmanagement - Identifizieren, Gestalten, Dokumentieren, Implementieren, Überwachen und Verbessern von Geschäftsprozessen als Mittel zur prozessorientierten Unternehmensgestaltung. /VDI 3633 Entwurf/
  • Geschäftsprozessmodell - Semiformale oder formale Beschreibung der für den jeweiligen Untersuchungszweck relevanten Eigenschaften eines in der Realität existierenden oder geplanten Geschäftsprozesses. /Entwurf VDI 3633/
  • Geschäftsprozesssimulation - Instrument zur Analyse, Planung und Bewertung des Prozessmanagements durch Abbildung des dynamischen Verhaltens von Geschäftsprozessen über die Zeit. /Entwurf VDI 3633/
H
  • HOAI - Die Verordnung über die Honorare für Leistung der Architekten und Ingenieure gilt in ihrer jeweils aktuellen Fassung für die Berechnung der Entgelte für die Leistungen der Architekten und Ingenieure, soweit sie durch Leistungsbilder oder andere Bestimmungen dieser Verordnung erfasst werden.
  • Hierarchische Modellstrukturierung - Modularisierung eines Modells und/oder (zerlegbarer) Modellelemente in untergeordnete Modellelemente zur Ermöglichung und Erhöhung der Wiederverwendbarkeit von Modellelementen. /Entwurf VDI 3633/
I
  • Indirekte Funktionen - sind in der Regel alle nicht am unmittelbaren operativen Wertschöpfungsprozess beteiligten Funktionen. / VDI 4401/
  • Inselfertigung - bezeichnet die Fertigung eines Produktes in einer Gruppe bzw. Insel. Alle Bearbeitungsschritte die für die Entstehung notwendig sind finden innerhalb der Gruppe bzw. Insel statt.
  • Ishikawa Diagramm - auch Fischgrätendiagramm oder Ursache-Wirkungsdiagramm. Durch eine grafische Darstellung von Ursachen wird dabei auf ein Problem hingeführt. Hierbei werden 7 Faktoren betrachtet:
    • Mensch
    • Maschine
    • Methode
    • Material
    • Milieu
    • Management
    • Messung
  • Ikon - Unmittelbare Repräsentation einer Bedeutung, ohne dass es im Allgemeinen einer Code-Konvention bedarf. /Entwurf VDI 3633/
  • Idealisierung - Vereinfachung unverzichtbarer Einzelheiten. /Entwurf VDI 3633/
  • Implementierung - Erstellung eines auf einem Rechner ablauffähigen Programms oder Programmteils. /Entwurf VDI 3633/
  • Initialisierung - Belegung von Modellgrößen (und damit des Modellzustands) zu Beginn eines Simulationslaufs. /VDI 3633 Entwurf/
  • Interaktion während der Laufzeit - Eingriff des Benutzers in das Modellgeschehen innerhalb eines Simulationslaufs. /VDI 3633 Entwurf/
  • Interne Ablauflogik - Interne Verhaltensbeschreibung bzw. Beschreibung der dynamischen Eigenschaften eines Modellelements im Sinne einer Übergangsfunktion. /VDI 3633 Entwurf/
  • Interne Modelldaten - Modelldaten, die nur innerhalb des Modells verwendet werden. /VDI 3633 Entwurf/
  • Interpreter - Programm, das die Anweisungen eines Programms einer Programmiersprache nach dem Syntaxcheck unmittelbar ausführt. /VDI 3633 Entwurf/
J
  • Just In Time (JIT) - Prinzip der Produktion. JIT hat als logistikorientiertes, dezentrales Organisations- und Steuerungskonzept in Produktionen, die Materialversorgung auf Abruf zum Ziel. Das heißt, die Ware wird termingerecht produziert und direkt ausgeliefert. Durch die direkte Anlieferung zum nächsten Produktionsprozess entstehen minimale Lagerkosten bei einer hohen Flexibilität, kurzen Durchlaufzeiten und hoher Lieferbereitschaft .
  • Just In Sequence (JIS) - Prinzip der Produktion. JIS bezeichnet die sequenzgenaue Anlieferung von Teilen an die Montage Die Teile werden in der Reihenfolge in der sie gebraucht werden angeliefert.
K
  • Kaizen - Aus dem japanischen (KAI) für Veränderung und (ZEN) für gut zusammengesetzter Begriff, der das stetige Streben nach Verbesserung bezeichnet. Es wird angestrebt eine hohe Kundenzufriedenheit durch Senkung der Kosten, Verbesserung der Qualität und einer größeren Flexibilität zu erreichen.
  • Kanban - Japanisch für „Karte“. Kanban ist eine Methode der selbststeuernden Produktion nach dem Pull-Prinzip. Der Materialfluss ist hierbei vorwärts gerichtet, während der Informationsfluss rückwärts gerichtet ist. Gemäß dem Pull-Prinzip wird nur das produziert, was vom Kunden benötigt wird.
  • Kennlinie - Darstellung der Abhängigkeit einer oder mehrerer Zielgrößen von einer oder mehreren Einflussgrößen mithilfe eines Koordinatensystems. /VDI 3633 Entwurf/
  • Konfidenzintervall - Bereich um den Stichprobenmittelwert einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit, in dem sich mit der angegebenen Wahrscheinlichkeit der „wahre“ Mittelwert der Grundgesamtheit befindet. /VDI 3633 Entwurf/
  • Konsistenz - Widerspruchsfreiheit von Systemdaten und/oder von Modellen bzw. Modellelementen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Konsinstenzcheck - Überprüfung der Widerspruchsfreiheit von Daten (z. B. der Modelldaten, der verwalteten Experimentdaten) durch das Simulationssystem. /VDI 3633 Entwurf/
  • Kontinuirliche Simulation - Simulationsmethode, die davon ausgeht, dass sich der Modellzustand stetig mit der Zeit ändert. /Entwurf VDI 3633/
  • Konstruktions-Grundfläche (KGF) Summe der Grundflächen der aufgehenden Bauteile aller Grundrissebenen eines Bauwerkes, z. B. von:
    • Wänden,
    • Stützen,
    • Pfeilern,
    • Schornsteinen,
    • raumhohen Vormauerungen und Bekleidungen,
    • Installationshohlräumen der aufgehenden Bauteile,
    • Wandnischen und -schlitzen,
    • Wandöffnungen, z. B. Türen, Fenster, Durchgänge,
    • Installationskanälen und -schächten sowie
    • Kriechkellern bis 1,0 m² lichtem Querschnitt.
    Die Konstruktions-Grundfläche ist die Differenz zwischen Brutto- und Netto-Grundfläche. /DIN 277-1:2005-02/
  • Konstruktions-Rauminhalt (KRI) - Summe der Rauminhalte der Bauteile, die Netto-Rauminhalte umschließen. Der Konstruktions-Rauminhalt schließt die Rauminhalte ein von:
    • abgehängten Decken,
    • Doppelböden,
    • mehrschaligen Fassaden,
    • Installationskanälen und -schächten mit einem lichten Querschnitt bis 1,0 m².
    Der Konstruktions-Rauminhalt ist die Differenz zwischen Brutto-Rauminhalt und Netto-Rauminhalt. /DIN 277-1:2005-02/
  • Korrelation (1) - Wechselseitige Beziehungen zwischen Größen verschiedenster Art. /Entwurf VDI 3633/
  • Korrelation (2) - Messbare Beziehung zwischen Zufallsvariablen. /Entwurf VDI 3633/
  • KVP - Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Deutscher Begriff des japanischen KAIZEN für das stetige Streben nach Verbesserung.
L
  • Lastenheft - Zusammenstellung aller Anforderungen des Auftraggebers hinsichtlich Liefer- und Leistungsumfang. Im Lastenheft sind die Anforderungen aus Anwendersicht einschließlich aller Randbedingungen zu beschreiben. Diese sollten quantifizierbar und prüfbar sein. Im Lastenheft wird definiert WAS und WOFÜR zu lösen ist. VDI 2519 Blatt 1/
  • Laufbetrchtung - Dynamische Anzeige des Prozessfortschritts anhand von Listen, Statistiken, grafischen Darstellungen (Monitoring) und Animationen. /Entwurf VDI 3633/
  • Leistungsbeschreibung - Auflistung aller Leistungen, die von einem Dienstleistungserbringer im Rahmen eines Auftrags erbracht werden sollen. /Entwurf VDI 3633/
  • Logischer Baustein - Baustein, der gedankliche Einheiten abbildet (z. B. Fertigungsbereiche, Steuerungen). /Entwurf VDI 3633/
M
  • Materialfluss - Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be- und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. Zum Materialfluss gehören alle Formen des Durchlaufs – Bearbeiten, Prüfen, Handhaben, Fördern, Aufenthalt und Lagern – von Arbeitsgegenständen (z. B. Stoffe, Teile, Datenträger) durch ein System. / VDI 2689 Entwurf/
  • Materialflusssimulation - Die Materialflusssimulation wird zur Analyse von geplanten Materialflusssystemen verwendet, um beispielsweise die Leistungsfähigkeit einer Systemvariante nachzuweisen und gegebenenfalls zu verbessern. /Entwurf VDI 3633/
  • Mehrkörpersimulation - Werkzeug des Computer Aided Engineering (CAE), zur Simulation mechanischer Komponenten und deren kinematischen Eigenschaften. /Entwurf VDI 3633/
  • Messpunkt - Ort, an dem die Messung (Berechnung und/oder Ablesen) der Simulationsergebnisdaten im Modell erfolgt. /Entwurf VDI 3633/ Modell - Vereinfachte Nachbildung eines geplanten oder existierenden Systems mit seinen Prozessen in einem anderen begrifflichen oder gegenständlichen System. /Entwurf VDI 3633/
  • Modellbeschreibung - Methode zur Umsetzung des gedanklichen Modells in ein experimentierbares Modell. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellelement - Komponente eines Modells, die nicht mehr weiter in untergeordnete Elemente zerlegt werden (da z. B. der Detaillierungsgrad ausreicht) kann und/oder – die hierarchisch übergeordnet – ihrerseits aus Elementen zusammensetzt. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellierung - Umsetzen eines geplanten oder existierenden Systems in ein experimentierbares Modell. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellierungsmethode - Modellierungskonstrukte, Vorgehensweisen und Regeln für deren Anwendung (Modellierungssprache). /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellierungsphilosophie - Grundlegender Ansatz bei der Modellierung, wie ein reales System abgebildet werden kann. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellvalidierung - Überprüfung des Modells hinsichtlich einer für das Untersuchungsziel hinreichenden Repräsentation seines tatsächlichen Verhaltens. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellvariante - Verändertes Modell, das durch die Veränderung einer oder mehrerer Eingabegrößen oder durch Veränderung der Modellstruktur entsteht und mit dem verschiedene Szenarien (z. B. verschiedene Planungsalternativen) untersucht werden können. /VDI 3633 Entwurf/
  • Modellwelt - Summe der zur Verfügung stehenden Modellelemente eines Simulators. /VDI 3633 Entwurf/
  • Monitoring - Anzeige von Zustandsgrößen (z. B. Durchsatz, Belegungszeit und Auslastung) mit alphanumerischen oder grafischen Darstellungsformen während des Simulationslaufs am Bildschirm (Laufbetrachtung). /Entwurf VDI 3633/
  • MTM - Methode, die sich von der Entwicklung und Anwendung von Prozessbausteinen über ganzheitliche Arbeitsgestaltung bis hin zum Produktivitätsmanagement von Arbeitssystemen erstreckt. /www.dmtm.com/
N
  • Der Netzplan erleichtert das Erkennen gegenseitiger Abhängigkeiten einzelner Teilaktivitäten und somit die Planung und Kontrolle des gesamten Ablaufs in einem Projekt.
  • Netto-Grundfläche (NGF) - Die Netto-Grundfläche gliedert sich in Nutzfläche, Technische Funktionsfläche und Verkehrsfläche mit Nutzungen nach DIN 277-2:2005-02, Tabelle 1, Nr 1 bis Nr 9. Sie schließt die Grundflächen ein von:
    • freiliegenden Installationen,
    • fest eingebauten Gegenständen, wie z. B. von Öfen, Heiz- und Klimageräten, Bade- oder Duschwannen,
    • nicht raumhohen Vormauerungen und Bekleidungen,
    • Einbaumöbeln,
    • nicht ortsgebundenen, versetzbaren Raumteilern,
    • Installationskanälen und -schächten sowie Kriechkellern über 1,0 m² lichtem Querschnitt,
    • Aufzugsschächten. /DIN 277-1:2005-02/
  • Nutzfläche (NF) - Summe der Grundflächen mit Nutzungen nach DIN 277-2:2005-02, Tabelle 1, Nr 1 bis Nr 7 /DIN 277-1:2005-02/
  • Der Netto-Rauminhalt - Summe der lichten Rauminhalte aller Räume, deren Grundflächen zur Netto-Grundfläche gehören. Nicht zum Netto-Rauminhalt gehören z. B. der Rauminhalt über abgehängten Decken, in Doppelböden und in mehrschaligen Fassaden. /DIN 277-1:2005-02/
  • Nutzwert - Wert für die Bewertung von Simulationsergebnissen, der als Ersatzgröße verwendet werden kann, wenn Bewertungskriterien berücksichtigt werden müssen, die sich nicht auf eine gemeinsame Einheit (wie € oder Stunden) zurückführen lassen. /Entwurf VDI 3633/
O
  • Objekt - Modellelement ohne eine eigene interne →Ablauflogik. /Entwurf VDI 3633/
  • Objektorientierte Modellierungsphilosophie - Modellierung, bei der analog zur objektorientierten Programmierung alle Modellelemente als gleichberechtigte Objekte angesehen werden. /Entwurf VDI 3633/
  • Offline-Animation - Animation, die nach einem Simulationslauf auf der Grundlage der während des Simulationslaufs gespeicherten Daten erfolgt. /Entwurf VDI 3633/
  • Offline-Ergebnisauswertung - Ergebnisauswertung nach Beendigung eines Simulationslaufs oder Experiments (Laufbetrachtung). /Entwurf VDI 3633/
  • Offline-Laufbetrachtung - Laufbetrachtung nach Beendigung des Simulationslaufs. /Entwurf VDI 3633/
  • Offline-Visualisierung - Visualisierung, bei der der Simulation und die Bildumsetzung zeitlich getrennt ablaufen. /Entwurf VDI 3633/ Online - In direkter Verbindung mit einem Rechner (oder einem Programm) arbeitend- /Entwurf VDI 3633/
  • Online-Animation - Animation während des Simulationslaufs. /Entwurf VDI 3633/
  • Online-Ergebnisauswertung - Ergebnisauswertung während des Simulationslaufs. /Entwurf VDI 3633/
  • Online-Laufbetrachtung - Laufbetrachtung während des Simulationslaufs. /Entwurf VDI 3633/
  • Online-Simulation - Simulation im laufenden Betrieb (z. B. in Verbindung mit einem PPS-System). /Entwurf VDI 3633/
  • Online-Visualisierung - Visualisierung, bei der der Simulationslauf und die Bildumsetzung gleichzeitig ablaufen (Echtzeit). /Entwurf VDI 3633/
  • Optimierung (1) - Suche nach einer im mathematischen Sinne besten Lösung. /Entwurf VDI 3633/
  • Optimierung (2) - Verbesserung von Zielgrößen durch systematisch oder erfahrungsgeleitet modifizierte Parameter. /Entwurf VDI 3633/
  • Optimierungsmodell - Abbildung eines realen oder geplanten Systems zum Zweck der Optimierung. /VDI 3633 Entwurf/
  • Organisationsstruktur - Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen zwischen Personen
P
>ul>
  • Parameter - Attribut, das vor einem Simulationslauf gesetzt wird und sich innerhalb des Simulationslaufs nicht ändert. /VDI 3633 Entwurf/
  • Passive Quelle - Quelle, die Objekte nur auf Anforderung in das betrachtete Teilsystem einschleust (Holprinzip). /VDI 3633 Entwurf/
  • Passive Senke - Senke, die nur auf Anforderung Objekte aus dem betrachteten Teilsystem abzieht. /VDI 3633 Entwurf/
  • PDCA Zyklus - Plan-do-check-act beschreibt einen vierphasigen Problemlösungsprozess der heute oftmals im KVP Einsatz findet. Er wird im KVP als sich immer weiter drehender Kreis beschrieben der durch den Schritt der Überprüfung immer zu einer Verbesserung führen soll.
  • Petrinetz - Gerichteter Graph aus zwei verschiedenen Sorten von Knoten (Stellen und Transitionen) zur Beschreibung und Analyse von Abläufen, bei denen mehrere Prozesse (so genannte nebenläufige Prozesse) gleichzeitig nebeneinander stattfinden können. /VDI 3633 Entwurf/
  • Petrinetzorientierte Modellierungsphilosophie - Modellierung des Verhaltens des Systems mithilfe von Petrinetzen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Das Pflichtenheft enthält das Lastenheft. Im Pflichtenheft werden die Anwendervorgaben detailliert und die Realisierungsanforderungen beschrieben. Im Pflichtenheft wird definiert WIE und WOMIT die Anforderungen zu realisieren sind. /VDI 2519 Blatt 1/
  • Physischer Baustein - Baustein, der körperlich vorhandene Gegenstände oder Lebewesen der Realität abbildet. /VDI 3633 Entwurf/
  • Piktogramm - Bildsymbol mit festgelegter Bedeutung (z. B. Totenkopf als Symbol für „Gift“). /VDI 3633 Entwurf/
  • Planung - Gedankliche Vorwegnahme eines angestrebten Ergebnisses einschließlich der zur Erreichung als erforderlich erachteten Handlungsabfolge. Dabei sind in befristeter Zeit mit vorgegebenen Kosten unter Berücksichtigung aller wesentlichen Einflussgrößen die dazu notwendigen Entscheidungen vorzubereiten. /VDI 5200, Blatt 1/
  • Planungsfälle der Fabrikplanung - Aus dem Lebenszyklus einer Fabrik lassen sich folgende vier grundsätzliche Planungsfälle ableiten:
    • 1. Eine Neuplanung ist die Planung einer Fabrik auf der "grünen Wiese". Dabei sind als bauliche Restriktionen das Geläde und die vorhandene Infrastrukur, nicht aber eine gegebenenfalls vorhandene Bausubstanz zu berücksichtigen.
    • 2. Eine Umplanung betrifft eine bestehende Fabrik. Dabei sind vorhandene Produktionsfaktoren sowie die Restriktionen des laufenden Fabrikbetriebs zu berücksichtigen.
    • 3. Ein Rückbau erfolgt, wenn eine Fabrik stillgelegt und demontiert wird, um das Gelände zur Nachnutzung vorzubereiten.
    • 4. Eine Revitalisierung erfolgt, wenn eine Industriebrache zur erneuten industriellen Nutzung verfügbar gemacht wird. /VDI 5200, Blatt 1/
  • Plausibilitätskontrolle - Überprüfung der Modelldaten anhand von Schätzungen, logischen Überlegungen usw., wenn ein Vergleich mit Systemdaten nicht möglich ist. /VDI 3633 Entwurf/
  • Präsentationsgrafik - Darstellung von Simulationsergebnissen anhand von zeitpunktbezogenen und/oder zeitraumbezogenen Diagrammen. /VDI 3633 Entwurf/
  • Produktionsnetz - Lokal, regional, überregional oder international konfigurierter Verbund von Standorten eines oder auch mehrerer Unternehmen. /VDI 5200, Blatt 1/
  • Programmablaufplan - Methode zur Darstellung des logischen Ablaufs von in der Regel kleineren Programmteilen. /Entwurf VDI 3633/
  • Programmiersprache - Sprache zur Formulierung von Rechenvorschriften, die von einem Computer ausgeführt werden können. /Entwurf VDI 3633/
  • Prozess - Gesamtheit von aufeinander einwirkenden Vorgängen in einem System, durch die Materie, Energie und auch Informationen umgeformt, transportiert oder auch gespeichert werden. /Entwurf VDI 3633/
  • Prozessorientierte Simulation - Diskrete Simulation, bei der Ereignisse durch Prozesse, die miteinander interagieren, generiert werden. /Entwurf VDI 3633/
  • Puffer - (Zwischen-)Speicher für bewegliche Elemente mit Bereitstellungs-, Zeitausgleichs- oder Mengenausgleichsfunktion. /Entwurf VDI 3633/
  • Q
    • Qualitätsmanagement - aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität.
    • Quelle - Systemgrenze, an der Objekte (z. B. Werkstücke) in ein System bzw. Teilsystem eingeschleust werden. /Entwurf VDI 3633/
    R
    • Randbedingung - Einschränkungen durch technologische, gesetzliche, wirtschaftliche u. a. Gegebenheiten. Beispiel: Die Anzahl der Maschinen in einer Fertigungshalle wird durch die Größe der Halle und der Maschinen eingeschränkt. /VDI 3633 Entwurf/
    • Realdaten - Daten zur Beschreibung der Realität, die entweder durch Messungen und Beobachtungen des realen Systems gewonnen werden können. /VDI 3633 Entwurf/
    • Reduktion - Verzicht auf unwichtige Einzelheiten (Abstraktion, Idealisierung). /VDI 3633 Entwurf/
    • Reengineering - das grundsätzliche Überdenken und die daraus resultierende Neugestaltung (Re- Design) von Unternehmen oder wesentlichen Geschäftsprozessen.
    • Run-Time-Version - Version eines Simulationswerkzeugs, das auf das Experimentieren mit einem bestimmten Modell eingeschränkt wurde und somit Veränderungen dieses Modells ausschließt. /VDI 3633 Entwurf/
    S
    • 5S - 5S (auch als "5A" bekannt) ist eine systematische Vorgehensweise, mit deren Hilfe Arbeitsplätze und Arbeitsbereiche sicher, sauber und übersichtlich gestaltet werden. Als Baustein des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP), hilft 5S unnötige Such- bzw. Wartezeiten und Doppelarbeit zu beseitigen. Durch kleine ständig gelebte Verbesserungen wird die Produkt- , Service -, und Prozessqualität gesteigert.
    • Sankey-Diagramm - Darstellung von →Strömungsintensitäten, bei der die Stärke von Material- oder Informationsströmen zwischen verschiedenen →Modellelementen oder Prozessen durch die Stärke der Pfeile zwischen diesen verbildlicht wird. /VDI 3633 Entwurf/
    • Schnittstelle - Verbindung zwei autonomer Systeme, die den gegenseitigen Austausch von Informationen, Materialflussobjekten oder Energie ermöglicht. /VDI 3633 Entwurf/
    • Segment - Geschlossener Produktionsbereich, bestehend aus mehreren Arbeitsplätzen mit definierten Produtionsaufgaben. /VDI 5200, Blatt 1/
    • Senke - Systemgrenze, an der Objekte (z. B. Werkstücke) aus einem System bzw. Teilsystem herausgeschleust werden. /VDI 3633 Entwurf/
    • Sensitivitätsanalyse - Untersuchung des Systemverhaltens bei Änderung einer einzelnen Einflussgröße, während alle anderen konstant bleiben. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulation - Verfahren zur Nachbildung eines Systems mit seinen dynamischen Prozessen in einem experimentierbaren Modell, um zu Erkenntnissen zu gelangen, die auf die Wirklichkeit übertragbar sind. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationsdaten - Simulationsdaten sind Modelldaten und Experimentdaten. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationsdienstleister - Dienstleistungsunternehmen, oft Unternehmensberatungsgesellschaften, die Simulationsstudien bei ihren Kunden durchführen, Simulationssoftware verkaufen und Schulungen anbieten. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationsergebnis - Höhe und zeitlicher Verlauf der Änderungen der Zustandsgrößen eines Modells zwischen Anfang und Ende eines Simulationslaufs. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsergebnisdaten - Daten, die über die während des Simulationslaufs erfolgten Zustandsänderungen der Modellelemente Auskunft geben. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsexperiment - Gezielte empirische Untersuchung des Modellverhaltens über einen bestimmten Zeithorizont durch wiederholte Simulationsläufe mit systematischen Parametervariationen. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationslauf - Nachbildung des Verhaltens eines Systems mit einem spezifizierten ablauffähigen Modell über einen bestimmten (Simulations-)Zeitraum (Simulationszeit) /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsmethode - Art des Voranschaltens der Simulationszeit (Zeitfortschritt) und der Durchführung der damit verbundenen Zustandsänderungen des Modells. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsmodell - Abbildung eines realen oder geplanten Systems zum Zweck der Simulation. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsphase - Abschnitt einer Simulationsstudie. /Entwurf VDI 3633/
    • Simulationsprogramm - Ausführbares (übersetztes) Simulationsmodell. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationssprache - Höhere Programmiersprache, die den Problemstellungen der Simulation angepasst ist. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationsstudie - Projekt zur simulationsgestützten Untersuchung eines Systems. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationsumgebung - Softwareumgebung, die dem Anwender die Ausführung und gegebenenfalls das Bearbeiten des Simulationsmodells erlaubt. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationszeit - Modellgröße, die die im realen System voranschreitende Zeit im Modell abbildet und die durch einen Zeitfortschaltungsmechanismus des Simulators erhöht wird. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulationszeitraum - Durch ein Beginn- und Enddatum begrenzter Zeitraum, in dem die Simulation stattfindet. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulator - Softwareprogramm, mit dem ein Modell mithilfe einer Programmiersprache (Simulationssprache) zur Nachbildung des dynamischen Verhaltens eines Systems und seiner Prozesse erstellt und ausführbar gemacht werden kann. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulatorentwickluingsumgebung - Werkzeug zur Entwicklung von Simulatoren in Analogie zu einem CASE-Tool (Computer Aided Software Engineering), wobei alle erforderlichen Simulatorkomponenten als Paket bereitgestellt werden. /VDI 3633 Entwurf/
    • Simulatorkern - Programmteil, der die Modellwelt mit ihren Modellelementen bereitstellt und die automatische, chronologische Erzeugung der Ereignisse, die zur korrekten Abbildung eines Prozessablaufes im Modell benötigt werden, verwaltet (Ereignisverwaltung). /VDI 3633 Entwurf/
    • Simultanentwicklung - Nahezu gleichzeitige Durchführung mehrerer Phasen der Planung und Entwicklung zur Verkürzung von Planungszeiträumen und zur Berücksichtigung wechselseitiger Einflüsse. /VDI 3633 Entwurf/
    • Sprachorientierte Modellierungsphilosophie - Modellierung mittels einer Programmier- oder Simulationssprache. /Entwurf VDI 3633/
    • Statistik - Die geordnete Menge von Informationen in Form empirischer Zahlen, die durch Verfahren gewonnen, dargestellt, verarbeitet, analysiert und für Schlussfolgerungen, Prognosen und Entscheidungen verwendet werden. /Entwurf VDI 3633/
    • Statistischer Text - Testverfahren, mit dem man (in Abhängigkeit einer Testsituation) die Korrektheit einer Hypothese über die Form einer Wahrscheinlichkeitsverteilung überprüft. /Entwurf VDI 3633/
    • Statistisches Verfahren - Methoden zur statistischen Auswertung von Eingabe- und Ergebnisdaten eines Simulationslaufs oder eines Experiments. /Entwurf VDI 3633/
    • Statistische Versuchsplanung - Verfahren, das sicher stellt, dass die Anforderungen der Statistik an die Menge, Qualität und Aussagekraft von Daten auch dann erfüllt werden, wenn nicht alle denkbaren Parameterkonstellationen geprüft werden können. /Entwurf VDI 3633/
    • Stichprobenumfang - Der Teil einer statistischen Gesamtheit, der nach einem bestimmten Auswahlverfahren zustande gekommen ist, meist nach dem Verfahren strenger Zufälligkeit. /Entwurf VDI 3633/
    • Stochastik - Disziplin, die versucht Gesetzmäßigkeiten bei zufallsabhängigen (stochastischen) Vorgängen mathematisch zu beschreiben. /Entwurf VDI 3633/
    • Stochastischer Prozess - Folge von Werten einer Zufallsvariable über die Zeit. /Entwurf VDI 3633/
    • Subsystem - Element eines Systems, das bei Erhöhung der Auflösung selbst ein System darstellt. /Entwurf VDI 3633/
    • Syntax - Formaler Aufbau von Wörtern und Sätzen einer Sprache, die nach bestimmten Regeln (Grammatik) gebildet wird. /Entwurf VDI 3633/
    • Syntax-Check - Prüffunktion eines Compilers oder Interpreters, ob Schlüsselwörter (z. B. IF, DO, END) richtig geschrieben wurden und in der richtigen Reihenfolge stehen. /Entwurf VDI 3633/
    • System - Abgegrenzte Anordnung von Elementen, die miteinander in Beziehung stehen. /Entwurf VDI 3633/
    • Systemanalyse - Systematische Untersuchung eines Systems hinsichtlich aller Systemdaten, Systemelemente und deren Wirkungen aufeinander. /VDI 3633 Entwurf/
    • Systemdaten - Daten zur Beschreibung der Realität, die entweder durch Messungen und Beobachtungen des realen Systems gewonnen werden können (Realdaten) oder die als Sollwerte für geplante Systeme vorliegen. /VDI 3633 Entwurf/
    • Systemelement - Komponente eines Systems, die nicht mehr weiter in untergeordnete Elemente zerlegt werden kann (da z. B. der Detaillierungsgrad ausreicht), oder Subsysteme, die sich ihrerseits aus Elementen zusammensetzt. /VDI 3633 Entwurf/
    • Systemgrenze - Grenze des Systems gegenüber seiner Umwelt, mit der es über Schnittstellen Materie, Energie und Information (Systemein- und -ausgangsgrößen) austauschen kann. /VDI 3633 Entwurf/
    • Systemlast - Abzuarbeitende Aufträge eines Systems. /VDI 3633 Entwurf/
    • Szenario - Hypothetische Folge von Ereignissen, die zur Beachtung kausaler Zusammenhänge konstruiert wird. /VDI 3633 Entwurf/
    T
    • Taktzeit - Zeit, in der eine Mengeneinheit zur Erfüllung der Soll Menge gefertigt wird.
    • Die technische Funktionsfläche (TF) - Summe der Grundflächen mit Nutzungen nach DIN 277-2:2005-02, Tabelle 1, Nr 8. Sofern es die Zweckbestimmung eines Bauwerks ist, eine oder mehrere betriebstechnische Anlagen unterzubringen, die der Ver- und Entsorgung anderer Bauwerke dienen, z. B. bei einem Heizhaus, sind die dafür erforderlichen Grundflächen jedoch Nutzflächen nach DIN 277-1:2005-02 Tabelle 1, Nr 7. /DIN 277-1:2005-02/
    • Top-down-Ansatz - Bei der Systemanalyse oder bei der Modellierung verwendete Vorgehensweise der schrittweisen Detaillierung. /VDI 3633 Entwurf/
    • Trace-Daten - Während des Simulationslaufs aufgezeichnete Werte der Zustandsgrößen des Simulationsmodells, mit dessen Hilfe sich die Abläufe auch nach Beendigung des Laufs zurückverfolgen und beispielsweise durch (Offline-)Animation, mit Präsentationsgrafiken oder Tabellen veranschaulichen lassen. /VDI 3633 Entwurf/
    • Transaktionsorientierte Simulation - Diskrete Simulation, bei der stationäre Modellelemente die Knoten eines Graphen bilden, durch die mobile Modellelemente (Transaktionen) fließen. /VDI 3633 Entwurf/
    U
    • Überproduktion - Eine der 7 Verschwendungen.
    • Ursache-Wirkungs-Diagramm - Das Ursache-Wirkungs-Diagramm wird verwendet um die Faktoren die eine Ursache beeinflussen zu erkennen und ggf. abzustellen. Häufig wird die Methode nach Ishikawa benutzt.
    • Übergangsfunktion - Funktion, die für jeden Zustand eines gegebenen Systems und für jeden Input festlegt, in welchen Folgezustand das System übergeht. /VDI 3633 Entwurf/
    V
    • Validierung - Überprüfung der hinreichenden Übereinstimmung von Modell und System, die sicherstellen soll, dass das Modell das Verhalten des realen Systems im Hinblick auf die Untersuchungsziele genau genug und fehlerfrei widerspiegelt. /VDI 3633 Entwurf/
    • Varianz - Maß für die absolute Größe der Streuung um den Erwartungswert. /Entwurf VDI 3633/
    • Variationskoeffizient - Maß für die relative Abweichung vom Erwartungswert. /Entwurf VDI 3633/
    • Verdichtung - Reduktion großer und/oder unübersichtlicher Datenmengen auf eine überschaubare Zahl, wodurch die Aussagekraft der enthaltenen Zahlen erhöht, die Effizienz ihrer Weiterverarbeitung verbessert und der zur Ablage erforderliche Speicherbedarf reduziert werden soll. /VDI 3633 Entwurf/
    • Verifizierung - Softwaretechnisch unterstützter formaler Nachweis der Korrektheit von Programmen oder Programmteilen. /VDI 3633 Entwurf/
    • Vermengen - Zusammenfassen mehrerer Einflussgrößen, deren Wirkung auf die Zielgrößen bei einem Experiment gleichzeitig beobachtet wird. /VDI 3633 Entwurf/
    • Verschwendung - Tätigkeiten die Ressourcen verbrauchen aber keinen Wert erwirtschaften.
    • 7 Arten der Verschwendung - Japanisch „Muda“ für die unnötige Nutzung von Zeit und Ressourcen in der Produktion:
        Materialbewegungen (Transportation)
      • Bestände (Inventory)
      • Bewegungen (Motion)
      • Wartezeiten (Waiting)
      • Überbearbeitung (Over-Processing)
      • Überproduktion (Over-Production)
      • Korrekturen und Fehler (Defects)
    • Verteilung - Zuordnung von Häufigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten zu Merkmalsausprägungen oder Zufallsvariablenwerten. /Entwurf VDI 3633/
    • Visualisierung - Umsetzung von Daten oder Abläufen in Bilder in Form von Präsentationsgrafiken, Laufbetrachtungen, Animationen, Monitoring oder grafischem Modellaufbau. /Entwurf VDI 3633/
    • Visueller Effekt - Über die Zeit variierende Position, die Änderung von Form, Farbe, Transparenz, Struktur und Musterung eines Objekts, die Änderung der Beleuchtung sowie der Position, Orientierung und Brennweite der Kamera. /Entwurf VDI 3633/
    • Vorkonfigurierter Baustein - Im Simulationssystem enthaltener oder ergänzender Bausteine, der durch Parametereingaben den konkreten Gegebenheiten des realen Systems angepasst werden kann. /Entwurf VDI 3633/
    • Die Verkehrsfläche (VF) - Summe der Grundflächen mit Nutzungen nach DIN 277-2:2005-02, Tabelle 1, Nr 9. Bewegungsflächen innerhalb von Räumen z. B. Gänge zwischen Einrichtungsgegenständen, zählen nicht zur Verkehrsfläche. /DIN 277-1:2005-02/
    W
    • Werk - Örtlich-räumlich geschlossener Produktionsbereich mit definierten Produktionsaufgaben an einem Standort. Ein Werk kann meherer Gebäude aufweisen. Hinzu kommen interne Wegenetze, Außenanlagen sowie die Anbindung an die werksexterne Infrastruktur. /VDI 5200, Blatt 1/
    • Werkstattfertigung - Fertigungsstruktur bei der die Bereiche nach den einzelnen Bearbeitungsarten gruppiert sind. Hierbei spielt es keine Rolle für welche Produkte. Bei dieser Art der Fertigung steht ein hohes Maß an Flexibilität einer geringen Produktivität gegenüber.
    • Wertschöpfung - Alle Tätigkeiten innerhalb des Produktentstehungsprozesses, die den Wert des Produktes erhöhen.
    • Wertstrom - Alle Arbeitsschritte, welche für die Herstellung eines Produktes notwendig sind.
    • Wertstromdesign - Betrachtung der Material- bzw. Informationsflüsse vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Es entsteht eine ganzheitliche Betrachtung der Prozessoptimierung, da zeitliche Kopplungen von einzelnen Schritten betrachtet werden.
    • Warteschlangenorientierte Modellierungsphilosophie - Modellierung des System mithilfe eines Warteschlangenmodells. /VDI 3633 Entwurf/
    • Warteschlangenmodell - Mathematisches Modell, das ein System über Warte- und Bedienräume beschreibt. Mobile Modellelemente werden in Warteschlangen nach vorgegebenen Regeln und nach unterschiedlichen Ordungskriterien eingereiht und in Bedienräumen bearbeitet. /VDI 3633 Entwurf/
    X
    • XYZ-Analyse - Analyseverfahren zur Ermittlung der Vorhersagegenaugigkeit über die Nachfrage von Produkten, wobei eine Klassifizierung in hohe (X), mittlere (Y) und niedrige (Z) Vorhersagegenauigkeit vorgenommen wird. /Schenk, M., Wirth, S.: Fabrikplanung und Fabrikbetrieb, 2004
    • X-Positionen der XYZ-Analyse werden Artikel mit einer konstanten Verbrauchsrate zugeordnet. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Vorhersagegenauigkeit und langfristige Planbarkeit aus.
    Y
    • Y-Positionen der XYZ-Analyse weisen einen unregelmäßigen, schwankenden, zumeist saisonalen Verbrauch auf. Die Vorhersagegenauigkeit ist als mittelmäßig einzustufen, gleiches gilt für die Planbarkeit.
    Z
    • Zielgröße - Simulationsergebnisgröße, die durch die Variation der Parameter verbessert werden soll und auf die sich die Auswahl der besten Planungsalternative stützt. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zielfunktion - Mathematische Beschreibung des zu optimierenden Sachverhalts. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zielsystem - Vielzahl von (markt- oder betriebsorientierten) Teilzielen eines Gesamtziels, die in Wechselwirkung zueinander stehen. /VDI 3633 Entwurf/
    • Z-Positionen der XYZ-Analyse sind durch einen äußerst unregelmäßigen Verbrauch bzw. eine stark schwankende Nachfrage charakterisiert. Vorhersagen sind quasi unmöglich. Der Bedarf ist nicht planbar.
    • Zufallszahlen - In Abhängigkeit von zufälligen Prozessen (z. B. Würfeln) oder durch geeignete Rechenvorschriften (vgl. →Zufallszahlengenerator) hergestellte Zahlenfolge, die sich wie eine zufällige Zahlenfolge verhält. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zufallszahlengenerator - Ein Zufallszahlengenerator stellt eine reproduzierbare Folge von Zufallszahlen einer vorgegebenen statistischen Verteilung mit bestimmten Eigenschaften zur Verfügung. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zustand - Beschreibung einer zeitpunktbezogenen Situation. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zustandsübergang- Änderung des Zustands eines Systems oder Teilsystems, wobei mindestens der Wert einer Zustandsgröße aufgrund des in dem System ablaufenden Prozesses geändert wird. /VDI 3633 Entwurf/
    • Zustandsübergangsdiagramm - Beschreibung der Zustandsübergänge eines Automaten durch einen Graphen. /VDI 3633 Entwurf/