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Erweiterung und Umgestaltung

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Prof. Dr.-Ing. Peggy Näser, Fachgebiet Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der BTU Cottbus-Senftenberg und Geschäftsführerin der fabrik-ID GmbH im Gespräch mit Mathias Mende und Mitarbeitern zum erfolgreich durchgeführten Projekt zum Thema Arbeitsplatzgestaltung.

Vom Einzelkämpfer zum Chef von 19 Mitarbeitern / Initiative „PerspetivWechsel“


Jeßnigk. 2011 hat Mathias Mende, anfangs als Einzelkämpfer, den Handwerksbetrieb des Jeßnigker Bilderrahmenherstellers Uwe Marggraf übernommen. Unter dem Namen Frame Design Mende etablierte sich das Unternehmen schnell am Markt und konstant wuchs der Mitarbeiterstamm auf inzwischen 19 an. Die Produktionsstätte, einschließlich Lager und Büro, wurde zu klein und mit dem Neubau einer Lagerhalle und den Umzug des Büros konnte Abhilfe geschaffen werden. Die neue Halle, die im Rahmen eines Werksverkaufs in Verbindung mit einem örtlichen Kinderfest eingeweiht wurde, bietet die Möglichkeit die Produktion neu zu strukturieren. Für die Planung hat sich Mathias Mende die Brandenburgische Technische Universität (BTU) mit ins Boot geholt.

Initiative PerspektivWechsel

Bei diesem Kontakt nutzt Mathias Mende die Initiative „PerspektivWechsel“ der IHK Cottbus. Einen Tag lang tauschen Vertreter aus Wissenschaft und Forschung ihre Büros und Arbeitsaufgaben, Geschäftsführer stehen in einem Vorlesungssaal Studenten gegenüber. Tauschpartner für Mathias Mende ist Prof. Dr.-Ing. Peggy Näser, Fachgebiet Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der BTU Cottbus-Senftenberg. Prof. Peggy Näser besuchte Mathias Mende Ende Mai in seinem Unternehmen, wo neben Workshop und Vortrag das Gespräch mit den Mitarbeitern vor Ort zu ganz konkreten Fragen im Mittelpunkt stand. Dabei ging es unter anderem um die Organisation der notwendigen Arbeitsschritte, Gestaltung der einzelnen Arbeitsplätze unter Beachtung von Beleuchtung und Farbgestaltung und der Verkürzung von Wegen zwischen den Arbeitsplätzen. Manchmal sind es nur kleine Dinge, die zu einer Verbesserung führen, gezeigt am Beispiel des Verpackungsplatzes. Vergrößerung der Arbeitsfläche, Höherstellung der Rückwand und Neuorganisation der Schubfächer sind Ansätze, die ohne großen Aufwand umgesetzt werden können.

Separates Lager in der neuen Halle

Mit dem Neubau der reinen Lagerhalle wird auch der Startschuss für die Umgestaltung der Produktion gegeben. „Keiner braucht Angst haben, dass er früh zur Arbeit kommt und sich nicht mehr zurecht findet“, so Mathias Mende bei einem Rundgang. Die Umgestaltung wird nach und nach erfolgen, und immer unter Einbeziehung der Mitarbeiter. Mit einer 3D-Brille konnten sich die Mitarbeiter schon einen Eindruck von dem neuen Lager verschaffen mit einem Annahmeplatz, wo das Material gescannt wird. Wenn das Handlager leer ist gibt es ein Signal, das Nachschub gebraucht wird und das System zeigt genau wo sich die Ware befindet. „Wichtig ist für uns die Transparenz um genau zu wissen was auf Lager ist, denn auf Halde lagern kostet viel Geld“, so der Chef. Für Prof. Dr.-Ing. Peggy Näser war es der erste „PerspektivWechsel“ und sie ist beeindruckt von der Aufgeschlossenheit der Mitarbeiter. Mathias Mende wird im Gegenzug am 12. Juli vor Studenten sprechen und aus der Praxis berichten. Eine weitere Zusammenarbeit kann sich das „Tauschpaar“ gut vorstellen. In einem wachsenden Unternehmen ist man nie fertig und wer Mathias Mende kennt, weiß das er das nächste Projekt schon längst im Kopf hat.

Quelle: http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/elbe-elster/artikel/55657/
 
 
 

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